Landesliga wird eingleisig

Text: Björn Gabel, Goslarsche Zeitung

Die Fußball-Landesliga der Herren kehrt vorzeitig in den Vor-Corona-Modus zurück. Nach zwei Rückzügen verständigte sich der Spielausschuss des Fußballbezirks am Mittwochabend darauf, das geplante Modell mit Vorrunde sowie Meister- und Aufstiegsrunde zu kippen und in den Normalspielbetrieb zurückzukehren. Keine Änderungen gibt es für die Bezirksligisten.

Nach dem Rückzug von TuSpo Petershütte und des SV Reislingen-Neuhaus blieben in der Landesliga nur 17 Teams übrig. Geplant hatte der Verband, nach der Vorrunde die Punkte in die zweite Saisonphase mitzunehmen. Das aber ist bei einer ungeraden Zahl an Mannschaften nicht möglich. Nach „Abwägung aller positiven und negativen Argumente“ habe sich der Spielausschuss daher entschieden, die Liga in den ursprünglichen Modus zurückzuführen, teilte Staffelleiter Torsten Tunkel (Göttingen) mit. „Wir sind uns bewusst, dass wir bei einer möglichen, weiteren coronabedingten Unterbrechung Gefahr laufen, die Liga sportlich nicht beendet zu können“, so Tunkel weiter. „Dennoch haben wir uns für diesen Modus entschieden, der in der aktuellen Situation der einzig sinnvolle ist.“

Der Ligastart soll am Wochenende vom 20. bis 22. August erfolgen, das Hinrundenende ist für den 10. bis 12. Dezember vorgesehen. Die Rückrunde beginnt nach den derzeitigen Planungen bereits am 6. Februar 2022. Der Rahmenspielplan geht den Vereinen in den nächsten Tagen zu.

TSG-Stimmen zu der Entscheidung:

Trainer Marc Müller:

„Grundsätzlich herrscht bei uns große Freude. Mit dem Aufstieg haben wir uns auf neue Teams und Plätze gefreut und wollen im ersten richtigen Jahr so viel Landesliga-Flair wie möglich mitnehmen. Es ist in Summe auch attraktiver und fairer. Wie die Umsetzung dann im Detail ausschauen kann muss man abwarten. Den Rückrundenstart im Februar sehe ich noch kritisch, aber dazu wird man sich sicher seine Gedanken gemacht haben.“

Kapitän Patrick Delgado:

„Es fühlt sich endlich wieder nach richtigem Fußball an. Eine komplette Liga mit vielen Spielen ist das, wonach man sich nach der langen fußballfreien Zeit gesehnt hat. Jetzt beginnt das Abenteuer Landesliga erst richtig. Ich kann es kaum erwarten wieder loszulegen!“

Stürmer Marcel Schaare:

„Ich finde das sehr gut! Die Liga ist dann so, wie wir sie ursprünglich kennen. Unsere Chancen auf den Klassenerhalt steigen meiner Meinung nach in einer eingleisigen Landesliga.“

Torhüter Niklas Hanns:

„Ich finde es mega geil nach dieser langen Pause 32 Spiele vor der Brust zu haben. Aus meiner Sicht ist es die richtige Entscheidung, denn die steigende Impfquote und die Testmöglichkeiten machen Hoffnung auf eine halbwegs normale Saison. Besonders freue ich mich natürlich auf die Spiele in meiner zweiten Heimat Göttingen, aber auch die Spiele in Braunschweig werden tolle Auswärtsfahrten sein.“

Betreuer Schorse Koch:

„Ich bin begeistert! Das ist ein richtig gutes Gefühl. Es fühlt sich wieder nach Normalität an aus meiner Sicht ist es auch die gerechteste Lösung.“

Mittelfeldspieler Christian Schubert:

„Grundsätzlich freue ich mich, dass man gegen alle Landesligatruppen des Bezirks Braunschweig antreten darf. Ich bin zuversichtlich, dass die Saison auch durchgezogen werden kann, wenn bis dahin der Anteil der geimpften Personen hoch genug ist. Ein bisschen Skepsis bleibt aufgrund der Pandemie allerdings, besonders im Hinblick auf den Herbst und Winter.“

Stürmer Kai Zechel:

„Der Zusammenführung der beiden Staffeln in eine Liga sehe ich im Grundsatz positiv. Vor allem aus dem Grund, weil es klare Auf-und Absteiger gibt. Gleichermaßen ist das Gesamtkonstrukt für Außenstehende klarer nachvollziehbar.“