Auftakt nach Maß

Nach dem 2:0 Pokalerfolg gegen Germania Wolfenbüttel gelang unserer Ersten auch der Ligaauftakt gegen Emekspor Langelsheim. Die Elf von Trainer Marc Müller siegte dabei 4:1.

„Die erste Halbzeit war kompliziert für uns“, fasste Müller das zusammen, was viele Zuschauer auch von außen sahen. Seine Mannschaft hatte wenig Ballbesitz und bekam kaum Zugriff auf das Mittelfeld, auch wenn die Defensive wenig Chancen zuließ. „Emekspors Mittelfeldraute hat uns etwas den Stecker gezogen, wir haben die Unterzahl im Mittelfeld schwer kompensieren können.“ Umso erfreuter war er aber, wie sein Team die taktische Disziplin wahrte und sich nicht aus der Reserve locken ließ. „Wir wissen, dass wir noch lange nicht da sind, wo wir sein wollen. Daher freue ich mich sehr, dass wir es in einer Halbzeit, in der wir uns nicht so wohl gefühlt haben, trotzdem geschafft haben in Führung zu gehen.“ Ausschlaggebend dafür waren die Treffer von Rückkehrer Christian Schubert, der zunächst von einem Aussetzer des gegnerischen Keepers profitierte, kurz vor der Pause dann aber in Torjägermanier eine klasse Vorbereitung von Nick Sitzenstock verwertete. Zwischendurch erzielte Amed Altekin den Ausgleich für die Gäste.

In der Halbzeitpause konnte Müller seine Mannen dann neu einstimmen und ein paar Korrekturen vornehmen. „Wir haben unseren Spielaufbau und die defensive Ordnung verändert. Die Mannschaft hat die Vorgaben super umgesetzt.“ Konkret ging es nun vermehrt über die Außenpositionen, wo Michel Bönig und Brian Bothe viele Angriffe initiierten. Letzterer schickte erneut Schubert bereits nach 8 Minuten im zweiten Abschnitt auf die Reise, der in der Folge Emekspor-Keeper Emre Orhan umkurvte und nur noch einschieben musste. Zehn Minuten später ging es wieder über die rechte Bahn, als Nico Martinato nicht mehr zu halten war und dessen scharfe Hereingabe von Tayfur Ergun nur noch ins eigene Netz bugsiert werden konnte. Nach dem 4:1 flachte die Partie etwas ab. Die TSG versäumte es, den einen oder anderen Konter sauber zu Ende zu spielen, auf der Gegenseite konnte sich Daniel Tost im Tor zweimal beweisen.

Alles in allem eine Leistung, auf der man aufbauen kann. „Natürlich ist das noch nicht unser Limit gewesen, aber in Anbetracht der personellen Situation und dafür, dass wir einfach auch noch etwas Zeit brauchen, bin ich für den Moment sehr zufrieden,“ erklärt Müller.

Fotonachweis: Epping/Goslarsche Zeitung